Ich wollte im Erdboden versinken - Über Scham die Jahre bleibt
Ich war 25. Gartenparty. 30 Menschen. Ich setze mich auf die Bank – und sie kippt um.
Was ich gemacht habe: Am lautesten gelacht.
Was ich gedacht habe: Den Satz den Kinder früher zu mir gesagt haben. Den ich mir selbst gesagt habe – bevor ihn jemand anderes sagen konnte.
Das ist Verlegenheitsscham. Und sie bleibt. Im Körper. In der Beziehung. In allem was wir seitdem nicht mehr tun, nicht mehr sagen, nicht mehr zeigen.
Er macht einmal einen Witz über ihren Körper – sie macht seitdem das Licht aus. Sie stolpert beim Abendessen mit seinen Eltern – sie meidet seitdem seine Familie. Kleine Momente. Große Wirkung. Jahrelang.
Folge 3 meiner Serie über die vier Gesichter der Scham – nach Dr. Stephan Marks.
Heute: Verlegenheitsscham. Die die uns in Beziehungen unsichtbar macht.
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