Wer gemobbt wurde, liebt anders
Wenn jemand geschlagen wird, nennen wir es Trauma. Wenn jemand täglich beschimpft, gedemütigt und ausgelacht wird — nennen wir es Kindheit.
In dieser Folge spreche ich über eine Wunde die viele mit sich tragen — und die die wenigsten je beim Namen genannt haben. Mobbing. Und was es mit uns macht. Nicht damals. Heute. In unseren Beziehungen, in unseren Betten, in dem Moment wo jemand zu nah kommt.
Ich spreche darüber warum so viele Menschen der Generation 50+ sich nie als Mobbing-Opfer identifiziert haben — weil es das Wort damals nicht gab. Weil es hieß: stell dich nicht so an.
Ich spreche über die verschiedenen Formen von Mobbing — körperlich, verbal, soziale Ausgrenzung — und welche die heimtückischste ist. Über den Unterschied zwischen Mobbing früher und heute. Und über die Verhaltensweisen die entstehen wenn ein Kind lernt: ich bin falsch, ich gehöre nicht dazu, ich kann nicht geliebt werden.
Eine Studie des King's College London hat 7.771 Menschen über 50 Jahre begleitet. Ergebnis: Mobbing-Opfer sind mit 50 seltener in einer Partnerschaft — und haben weniger Menschen um sich. Die Wunde heilt nicht von alleine. Sie sucht sich Bestätigung.
Ich bringe Fallbeispiele aus meiner Praxis. Und meine eigene Geschichte.
Diese Folge ist für alle die sich manchmal fragen woher diese Angst kommt. Dieser Reflex. Diese Überzeugung dass sie irgendwann verlassen werden.
Du bist nicht falsch. Das ist eine alte Wunde. Und Wunden können heilen — wenn man sie endlich beim Namen nennt.
Wenn dich diese Folge getroffen hat — dann weißt du warum.
Schreib mir. Ich bin da.
Und wenn du spürst dass du mit jemandem sprechen möchtest der versteht woher das kommt — dann ist ein erstes Gespräch mit mir der nächste Schritt.
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